Ravenswatch

Mit Ravenswatch bringt Passtech Games ein Roguelike auf die Nintendo Switch, das düstere Märchen mit herausforderndem Gameplay kombiniert. Das Spiel setzt auf packende Kämpfe, kooperative Action und eine stimmungsvolle Welt, die sich an bekannten Erzählungen orientiert. Doch kann es halten was es verspricht?
Stimmungsvolle Präsentation mit atmosphärischem Design
Optisch präsentiert sich Ravenswatch in einem düsteren, aber stilisierten Look. Die Charaktermodelle und Umgebungen sind detailreich gestaltet und versprühen eine märchenhafte, aber bedrohliche Atmosphäre. Besonders die Effekte bei Fähigkeiten und Angriffen sind gut umgesetzt und verleihen den Kämpfen eine dynamische Note. Die Level sind abwechslungsreich und mit viel Liebe zum Detail designt. Allerdings leidet die Switch-Version gelegentlich unter technischen Schwächen. Framerate-Einbrüche und etwas unscharfe Texturen trüben die ansonsten gelungene visuelle Darstellung.

Herausforderndes Roguelike-Gameplay mit Koop-Fokus
Das Herzstück von Ravenswatch ist das actionreiche Roguelike-Gameplay. Spieler wählen aus verschiedenen Charakteren, die auf Märchenfiguren basieren, und kämpfen sich durch. Jeder Held besitzt einzigartige Fähigkeiten, die es zu meistern gilt. Die Mischung aus schnellen Kämpfen und strategischer Planung macht den Reiz des Spiels aus. Besonders im Koop-Modus entfaltet das Spiel sein volles Potenzial. Die unterschiedlichen Angriffsmuster zwischen den Charakteren sorgen für taktische Tiefe und bringen viel Abwechslung ins Spiel. Allerdings kann das Solo-Spiel stellenweise frustrierend sein, da das Balancing stark auf Multiplayer-Sessions ausgelegt ist.

Motivierendes Fortschrittssystem mit kleinen Makeln
Wie es sich für ein Roguelike gehört, gibt es zahlreiche Upgrades und Fähigkeiten, die in jedem Durchgang neu kombiniert werden können. Das Fortschrittssystem motiviert dazu, verschiedene Builds auszuprobieren und die perfekte Strategie für jede Herausforderung zu finden. Allerdings kann sich das Gameplay stellenweise repetitiv anfühlen, da sich einige Runs sehr ähnlich spielen. Zudem ist der Schwierigkeitsgrad nicht immer perfekt ausbalanciert, was besonders für Einzelspieler frustrierend wird.

Technische Umsetzung auf der Switch mit Licht und Schatten
Während das Gameplay solide ist und eine menge spaß macht, hat die Switch-Version mit einigen technischen Problemen zu kämpfen. Neben gelegentlichen Performance-Einbrüchen und langen Ladezeiten gibt es auch einige kleinere Bugs. Dennoch bleibt das Spiel gut spielbar, wenn man über diese kleinen Schwächen hinwegsehen kann.
Fazit: 7/10
Ravenswatch bietet ein fesselndes Roguelike-Erlebnis mit einer düsteren Märchenwelt, spannenden Kämpfen und einem starken Koop-Fokus. Die Charaktere und ihre einzigartigen Fähigkeiten sorgen für Abwechslung, während das Fortschrittssystem zum Experimentieren einlädt. Leider leidet die Switch-Version unter ein paar technischen Einschränkungen, und der Solo-Modus kann etwas frustrierend sein. Wer jedoch Spaß an fordernden Roguelikes hat und oder gerne mit Freunden spielt, wird mit Ravenswatch auf jeden Fall auf seine Kosten kommen.


Chris‘ Leidenschaft für Videospiele hat bereits mit dem Gameboy und der PlayStation 2 begonnen. So richtig Fuß gefasst hat er aber erst richtig, als er seine Liebe für Dark Souls entdeckt hat. Seitdem ist er den Soulslike-Titeln verfallen, wobei auch Shooter wie Call of Duty oder Counterstrike zu seinen favorisierten Spielen gehören.
Fernab der Videospielwelt geht Chris aber auch auf Pen and Paper-Abenteuer oder genießt die Abende mit allerlei Brettspielen.
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